Erlebniswanderung mit ukrainischen MitbürgerInnen

Am vergangenen Sonntag hatte sich Erich Dreher mit seinem Hüttenbauerteam etwas Besonderes für die neu angekommenen MitbürgerInnen aus der Ukraine ausgedacht. Insbesondere die in Zeutern untergekommenen Geflüchteten waren eingeladen zu einer Wandertour in und um Zeutern, um den Ort mit seinen Geschichten, seiner Kultur und Landschaft ein bisschen näher kennen zu lernen. Und das stieß auf großes Interesse: 41 Geflüchtete nahmen an der Wanderung teil.

Bei strahlendem Sonnenschein begrüßte Erich Dreher mit einem selbst gebastelten Willkommensschild auf ukrainisch die Männer, Frauen und Kinder.
Im Hof des Fachwerkhauses wurde bei Sekt und Brezeln eine der wichtigsten Grundlagen vermittelt, nämlich wie die Zeuterner zu ihrem Spitznamen „Woischlaich“ kamen.
Danach ging es zur alten Kirche. Die Hüttenbauer führten den lauschenden Gästen die großartige Akustik des alten Kirchenraumes vor, indem sie mehrstimmig „Großer Gott wir loben dich“ sangen. Auch die Zeuterner Originale lernten etwas Neues kennen: Die ukrainischen NeubürgerInnen stimmten ein wunderschönes Lied aus ihrer Heimat an.
Beim alten Aufgang zur Grundschule, am Lebensturm, wurde der Heimat und den Menschen in der Ukraine gedacht. Nach einer Schweigeminute spielte Gerhard ein Stück auf der Trompete.
In der Engelter Hohle zeigte Erich einen Dachsbau, erklärte die Entstehungsgeschichte der Hohlwege und erzählte, was es mit dem Lössboden in Zeutern auf sich hat. Vielfach fotografiert wurde auch das Gesicht, das der Zeuterner Künstler und Bildhauer Ahmet El – Shakarchi an einer Lösswand geschaffen hatte.
An der Himmelreichhütte gönnten sich alle eine Verschnaufpause und stärkten sich nach dem Anstieg mit Kirschwasser und Gebäck. Dann genossen die Teilnehmer den herrlichen Ausblick auf die Rheinebene. Am schattigen Waldrand entlang ging es weiter bis zur Grillhütte Eisengrubenwald, wo ein Teil des Hüttenbauerteams schon mit heißen Würstchen und kalten Getränken auf die Wanderer wartete.
Ein Highlight zum Abschluss hatte sich Erich noch aufgehoben: bei der schon legendären „Saujagd“ wurde ausgelassen gejubelt und gelacht, angefeuert und am Ende auch getroffen! Die drei besten Schützen erhielten eine selbstgemachte Medaille.
Alle saßen noch lange zusammen, bei Ritas und Martinas leckerem Kuchen, und waren sich einig: das war nicht nur interessant und aufschlussreich, sondern der Beginn deutsch – ukrainischer Freundschaften.
Wir möchten uns nochmal bei denen bedanken, die die Erlebniswanderung in dieser Form möglich gemacht haben:
Vielen Dank an die Gemeinde für ihre unkomplizierte Mitfinanzierung, an die Hüttenbauer für die tatkräftige Unterstützung bei der Durchführung und das Catering, an Erich Dreher für seine kreativen Ideen und seine Herzlichkeit, an die Kuchenbäckerinnen Martina Kober und Rita Dreher, an die ukrainischen Gäste für ihr Interesse und an die ganze Familie Yemchenko, die uns bei der Übersetzung tatkräftig unterstützt hat!