Die Schnakenplage eindämmen!

Bildunterschrift: Schnaken brüten in kleinsten Wasseransammlungen - mit einfachen Handgriffen lässt sich die Schnakenplage eindämmen!
Erstelldatum02.06.2026
Sie können uns einen lauen Sommerabend gründlich vermiesen: Schnaken summen um uns herum, und wenn sie stechen hinterlassen sie rote Quaddeln auf der Haut und einen unangenehmen Juckreiz – wer kennt das nicht?
Aber wussten Sie auch, dass es eine ganze Reihe unterschiedlicher Schnaken-Arten gibt und dass nicht alle stechen? Was uns besonders plagt, sind im Hoch- und Spätsommer die sogenannten Hausschnaken (Culex-Arten). Ganz ähnlich schlechte Gewohnheiten hat die asiatische Tigermücke, die in einigen Kommunen entlang der Rheinschiene Fuß gefasst hat. Bislang konnte sie in Ubstadt-Weiher noch nicht nachgewiesen werden, jedoch muss auch hier mit ihrem Auftreten gerechnet werden. Der Tigermücke entgegenwirken kann jeder, indem er potentielle Schnakenbrutstätten in seinem eigenen Umfeld beseitigt oder kontrolliert. Wer die recht ähnliche Lebensweise von Hausschnake und Tigermücke kennt, kann dazu beitragen, ihre Zahl und damit die Belästigung in Grenzen zu halten:
Nachdem sich ein Schnaken-Weibchen gepaart und anschließend am Blut eines Menschen oder Tieres gelabt hat, kann es Eier produzieren. Es legt sie zu mehreren hundert in stehende Gewässer ab, bevorzugt in Regentonnen, Abwassergruben, Sickerschächten, Gullys, Gartenteichen, verstopfte Dachrinnen und Regenpfützen, sogar in Topfpflanzen-Untersetzern oder andere kleine und kleinste Wasseransammlungen. Aus den Eiern schlüpfen Larven, die sich mit dem Körperende an die Wasseroberfläche hängen und durch ein Atemrohr am Hinterleib Luft aufnehmen. Auf Erschütterungen reagieren sie, indem sie sich in zuckenden und windenden Bewegungen unter Wasser zurückziehen. Innerhalb weniger Tage entwickeln sie sich zum fertigen Insekt. Die Weibchen fliegen aus, paaren sich, nehmen ihre Blutmahlzeit ein, legen Eier ab… der Kreislauf beginnt von vorne, bis zu 7 x im Jahr.
Helfen Sie mit, den Generationszyklus zu unterbrechen!
- Decken Sie Ihre Regentonnen und -sammelbehälter ab, damit keine Eiablage erfolgen kann.
- Leeren Sie Gießkannen, Pflanzenuntersetzer, Vogeltränken u. ä. regelmäßig mindestens alle 10 Tage restlos aus.
- Beseitigen Sie anhaltende Pfützen und Wasseransammlungen.
- Ihren Gartenteich sollten Sie wenn möglich mit Fischen besetzen, die die Schnakenlarven fressen.
- Überprüfen Sie alle genannten Wasservorkommen regelmäßig. Die Larven sind an der Oberfläche und beim Abtauchen leicht zu erkennen.
- Wenn Sie Larven feststellen und ein Ausleeren des Wassers nicht möglich ist, können Sie die Larven mit einem umweltverträglichen Präparat auf biologischer Basis bekämpften. Diese Mittel beinhalten einen Bacillus, der bei den Larven einen Fraßstopp verursacht, so dass sie sich nicht weiter entwickeln können. Die Mittel (sogenannte Bti-Präparate) sind in Tabletten-Form im Fachhandel erhältlich.
Konkrete Informationen und einfache Tippszur Prävention von Tigermücken hält dieKommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage e.V. (KABS) auf ihrer Homepage bereit à http://www.kabsev.de/tigermuecke.



