Neue ferngesteuerte Trafostation für die Gemeinde Ubstadt-Weiher

Erstelldatum17.04.2026
Netze BW präsentiert Bürgermeisterin Katharina Kimmich eine digitale Trafostation – ein zentraler Schritt zur Digitalisierung der lokalen Stromnetze.
Die Netze BW hat vor wenigen Tagen in der Hauptstraße 173 eine neuartige digitale Trafostation in Betrieb genommen. Diese befindet sich am Rande des Neubaugebiets „Weiher Nord“.
Bürgermeisterin Katharina Kimmich nutzte die Möglichkeit, die neue Trafostation persönlich vor Ort zu besichtigen und sich ein Bild von der fortschrittlichen Technik zu machen.
„Wir als Netze BW freuen uns, in Ubstadt-Weiher eine weitere digitale Trafostation in Betrieb nehmen zu können. Sie erfasst und misst exakt den Energiefluss in der unmittelbaren Umgebung und trägt zu einer hohen Zuverlässigkeit der Stromversorgung bei“, erklärt Regionalmanager Willi Parstorfer von der Netze BW beim Besuch vor Ort. Von außen lässt sich kein Unterschied zu einer herkömmlichen Trafostation erkennen: Die Anlage stellt sich als Betongehäuse etwa halb so groß wie eine Fertiggarage dar. Hinter einer Aluminiumtür verbergen sich eine Schaltanlage und der namensgebende Transformator, der die elektrische Spannung für den Hausgebrauch in nutzbare 400 bzw. 230 Volt umwandelt. Den Unterschied machen u.a. ein zusätzlich eingebautes Fernwirkgerät sowie weitere digitalisierte Komponenten aus, die an eine Kommunikationseinheit angeschlossen sind.
„Mit dieser intelligenten Technik kann die Station von der Netzleitstelle der Netze BW in Heilbronn aus überwacht und gesteuert werden. Dafür mussten Monteure bislang die entsprechende Station anfahren. Die Fahrtzeiten für den Betriebsservice werden sich künftig spürbar verringern, was nicht zuletzt auch im Sinne der Umwelt ist. Dank der neuen Technologie können Störungen im Netz frühzeitig erkannt und deutlich schneller behoben werden“, ergänzt Marek Janczewski, Teamleiter Netzbetrieb und zuständig für Ubstadt-Weiher und die Region.
Aber auch die Wahrscheinlichkeit von Versorgungsunterbrechungen – im internationalen Vergleich hierzulande als eher gering einzustufen – dürfte mit der neuen Generation dieser Stationen weiter sinken: Digitale Sensoren innerhalb der Schaltanlage liefern kontinuierlich Daten über den Zustand des lokalen Netzes, so dass einer möglichen Überlastung rechtzeitig entgegengewirkt werden kann.
„Die stetige Modernisierung unserer Netzinfrastruktur ist ein wesentlicher Meilenstein, um den Herausforderungen der Energiewende mit Zuversicht zu begegnen. Die neue digitale Trafostation zeigt eindrucksvoll, wie innovative Technologien unmittelbar vor Ort Wirkung entfalten: Sie stärkt die Versorgungssicherheit und macht unser Stromnetz nachhaltig zukunftsfähig“, betont Bürgermeisterin Katharina Kimmich.
Noch in diesem Jahr beabsichtigt die Netze BW in ihrem Netzgebiet, rund 100 moderne digitale Trafostationen im Mittel- und Niederspannungsnetz zu installieren. Bis zum Jahr 2030 soll ihre Zahl auf 1.200 Stationen anwachsen. Damit ließe sich das gesamte Netz intelligent und effizient steuern – eine essenzielle Voraussetzung für das zukunftsweisende Smart Grid und eine nachhaltige Energieversorgung.



