Umzug mit Blaulicht und Sirenen

Großes Spektakel im kleinen Zeutern - Die Feuerwehr zieht um 

In Zeutern macht man keine halben Sachen - hier wird nicht gekleckert sondern geklotzt. Als am Mittwochabend die Freiwillige Feuerwehr von Ihrem alten Feuerwehrhaus ins neue Domizil am Dorfrand zog, ging dies nicht leise und diskret über die Bühne, sondern mit einem ordentlichen Spektakel der Extraklasse.

In einer feierlichen Prozession, angekündigt durch die gute alte Luftschutzsirene, zogen die Floriansjünger unter Vollsperrung der Hauptstraße durch das Weindorf. Vorbei an erstaunlich vielen Zuschauern für einen Werktag, schritten Vertreter der Jugendfeuerwehr, die Kommandantur um Mario Dutzi, Alexander Seifert und Timo Lanz, zahlreiche Kameraden mit mehreren Roten Riesen im Schlepptau, durch die Oberdorf- und die Unterdorfstraße zu ihrer neuen Zentrale. Dort warteten bereits Ubstadt-Weiher Bürgermeister Tony Löffler, Architekt Tim Feigenbutz sowie zahlreiche Vertreter des Gemeinderates auf die Ankunft der neuen Hausherren. Nach den obligaten Grußworten, wechselte schließlich ein großer, goldener Schlüssel den Besitzer - ein symbolischer Akt für die erfolgreiche Fertigstellung und Übergabe des neuen Feuerwehrhauses an die zukünftigen Nutzer. 
 
Neun Jahre dauerte die Reise von den ersten Überlegungen über einen Neubau, die Planung, den Bau und nun die Fertigstellung der neuen Zeuterner Zentrale der roten Retter. Das neue Gebäude löst das in die Jahre gekommene Feuerwehrhaus in der Dorfmitte ab und stellt die Zeuterner Wehr zukunftssicher für viele weitere Jahre auf. Über 3 Millionen Euro hat die Gemeinde Ubstadt-Weiher in den Bau investiert und ist zugunsten der Sicherheit der Bevölkerung dabei keine Kompromisse eingegangen. Ausgestattet ist das neue Haus mit allen Schikanen und spielt technisch auf dem aktuellen Stand der Zeit ganz vorne mit. Über 800 Quadratmeter Nutzfläche stehen den Einsatzkräften in Zeutern nun zur Verfügung, allein die große Fahrzeughalle bietet mit über 300 Quadratmetern Platz für vier Einsatzfahrzeuge. 
 
Was mit dem alten Feuerwehrhaus geschehen soll, steht zur Stunde noch nicht vollständig fest. Laut Bürgermeister Tony Löffler befindet sich die Gemeinde derzeit im Austausch mit möglichen Investoren. Eine kleine Hommage an das alte Mädchen hat aber doch Einzug ins neue Heim gehalten. Das markante, steinerne Wandbild der Wehr von 1956 findet auch im neuen Haus seinen Platz und steht damit für den erfolgreichen Brückenschlag zwischen den Generationen der Zeuterner Floriansjünger.

Einen Filmbeitrag finden Sie hier