Ubstadt-Weiher investiert in Bildung

Kosten für Schulzentrum betragen 10,7 Millionen Euro / Bürgermeister Löffler plant Kreditaufnahme

Fast acht Millionen Euro will Ubstadt-Weiher im kommenden Jahr investieren. Das sagte Bürgermeister Tony Löffler bei der Vorstellung des Haushaltsentwurfs und der mittelfristigen Finanzplanung bis 2023. Die beiden größten Brocken sind die anstehende Sanierung des Schulzentrums sowie das fast fertige Feuerwehrhaus in Zeutern.

Die Bau- und Planungskosten für das Schulzentrum belaufen sich inzwischen auf 10,7 Millionen Euro, 2,5 Millionen Euro mehr als noch im Haushalt 2019 veranschlagt. Der Eigenanteil der Gemeinde beträgt rund 6,6 Millionen Euro und soll unter anderem durch Kredite über 2,5 Millionen Euro finanziert werden.
„Wir schlagen Kredite vor, weil wir unsere Liquidität aus Vorsichtsgründen schonen wollen“, sagte Löffler. Die Baugenehmigung liege mittlerweile vor, nun könne die Ausschreibung vorbereitet werden. Für den Digitalpakt Schule erhält die Gemeinde 467 000 Euro verteilt auf drei Jahre. Der Eigenanteil liegt bei 20 Prozent oder jährlich 39 000 Euro. „Dies löst Investitionen von jeweils 195 000 Euro für die digitale Ausstattung der Schulen aus“, sagte Löffler.
Das Feuerwehrhaus in Zeutern soll im kommenden Jahr fertig werden. Dafür werden noch 338 000 Euro benötigt. Insgesamt wird der Bau mit 3,2 Millionen Euro zu Buche schlagen. Abzüglich des Zuschusses von rund 553 000 Euro verbleiben gut 3,1 Millionen Euro, die von der Gemeinde zu stemmen sind. An weiteren Ausgaben für die Feuerwehr sind für die Abteilung Stettfeld die Beschaffung eines Mannschaftstransportwagens (MTW) für 68 000 Euro, ein Notstromaggregat für das dortige Feuerwehrhaus für 15 000 Euro sowie eine Absauganlage für 20 000 Euro vorgesehen. Zudem soll die ganze Wehr auf Digitalfunk umgestellt werden, was mit rund 80 000 Euro veranschlagt wird.
Investiert werden soll ins Fachwerkhaus Zeutern. Dort gibt es bislang eine Elektroheizung, die aus Klimagründen erneuert wird, und ein neuer Anstrich ist fällig. 225 00 Euro sind dafür vorgesehen, wobei mit einem Zuschuss von 36 Prozent aus dem Landesanierungsprogramm (LSP) gerechnet werden könne, hofft die Verwaltung.
Für die beiden Haltepunkte in Stettfeld-Weiher und Ubstadt-Weiher werden im kommenden Haushaltsjahr noch 350 000 Euro beziehungsweise 50 000 Euro veranschlagt. Mittelfristig werden für Stettfeld-Weiher bis 2023 weitere 700 000 Euro, für Ubstadt-Weiher 108 000 Euro bis 2022 benötigt. Für den Bau der Rampen in Stettfeld-Weiher wird man mit Mehrkosten rechnen müssen, kündigte Löffler an. Grund dafür sei der Bauuntergrund, der schwieriger ist als gedacht.
Innerörtlich soll in Stettfeld die Einmündung von der Zeuterner Straße in die Obere Mühlstraße durch Abriss des Eckhauses verbessert, in Ubstadt die Kuhbrücke in der Weiherer Straße sowie die Brücke in der Kolpingstraße saniert, der Ortseingang in Zeutern von Östringen her umgestaltet und der Bürgerbeteiligungsprozess in Weiher zur Umgestaltung der Ortsmitte fortgeführt werden. Die Verschuldung wird von aktuell 946 000 Euro auf gut zwei Millionen Euro steigen.
(Autor Monika Eisele, veröffentlicht in den BNN am 21.11.2019)