Schulsozialarbeit dem Gemeinderat vorgestellt

Die Verantwortlichen für die Schulsozialarbeit der Gemeinde Ubstadt-Weiher, Patrick Machauer und Melanie Daubmann, stellten dem Gemeinderat ihre Arbeit im abgelaufenen Schuljahr vor. Der Bericht konnte in diesem Jahr – aus bekannten (Corona-)Gründen - nicht persönlich präsentiert werden, er wurde dem Gremium in Form eines schriftlichen Berichts vorgelegt: Danach richte sich die Schulsozialarbeit an Schülerinnen und Schüler aller vier Ubstadt-Weiherer Schulen, der Schwerpunkt liege jedoch im Bereich des Alfred-Delp-Schulzentrums.

An jedem Tag sei mindestens einer der beiden Schulsozialarbeiter vor Ort. Die Beratung von Schülern, Lehrern oder Eltern finde in Einzel- oder Gruppengesprächen statt. Insgesamt 103 Schülerinnen und Schüler erhielten eine Beratung durch die Schulsozialarbeiter, wobei der Hauptberatungsbedarf bei Kindern im Alter zwischen elf und 13 Jahren liegt. Die Gründe, warum die Schulsozialarbeit aufgesucht werde, seien vor allem Konflikte mit anderen Schülern, Schulprobleme, psychische Probleme, unzureichende Förderung, Probleme mit dem Elternhaus, Schulangst, (Cyber-)Mobbing oder Konflikte mit Lehrern. Themen seien ferner, wenn auch in selteneren Fällen, selbstverletzendes Verhalten, Kindeswohlgefährdung, Entwicklungs- und Verhaltensauffälligkeiten und Straftaten. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Schulsozialarbeit sei die Projektarbeit. Trotz Schulschließung und Wechselunterricht konnten einige Projekte angeboten werden. Themenschwerpunkte waren hier vor allem der Klassenzusammenhalt, Gewalt und Mobbingprävention und die Förderung sozialer Kompetenzen. In regelmäßigen Sitzungen trete der „Klassenrat“ zusammen, um über selbstgewählte Themen, wie Probleme und Konflikte oder gemeinsame Aktivitäten innerhalb der Klasse, zu diskutieren. Auf diese Weise lernten die Schülerinnen und Schüler - gemeinsam als Klasse - nach Lösungen zu suchen und demokratisch abzustimmen. Für die Zukunft sei angestrebt, das bestehende Angebot der Schulsozialarbeit beizubehalten. Sollte es die (Corona-)Lage zulassen, werden die Schulsozialarbeiter erneut das Projekt „WERTVoll“ das bereits im Schuljahr 2018/19 angeboten wurde, zu verwirklichen. Hierbei handle es sich um ein Aufklärungsprojekt zum Thema sexuelle Gewalt; kindgerecht werde den Schülerinnen und Schülern der Unterschied zwischen guten und schlechten Geheimnissen oder Gefühlen vermittelt und dann „Nein“ zu sagen. Sollten im Schuljahr 2020/21 Projekttage angeboten werden, werde sich die Schulsozialarbeit hier ebenfalls mit einem Projekt beteiligen.

Den Tätigkeitsbericht über die Schulsozialarbeit finden Sie hier,. (331 KiB)