Schulsanierung Thema im Gemeinderat

Mehr als 10 Mio. Euro investiert die Gemeinde in die Sanierung des Alfred-Delp-Schulzentrums

Tony Löffler, Bürgermeister in Ubstadt-Weiher, und die Mitglieder des aus vier Teilorten gebildeten Gemeinderats verstehen sich auf effektives Arbeiten. Achtzehn Tagesordnungspunkte in weniger als zwei Stunden abzuhandeln und ausschließlich einvernehmliche Zustimmungen zu den Beschlussvorschlägen der Verwaltung zu erhalten, gründen sich in den verlässlichen Vorberatungen in den kommunalen Ausschüssen.

In den Mittelpunkt rückte dabei die Sanierung des Alfred-Delp-Schulzentrums. Bereits am 11. Dezember 2018 hatte der Gemeinderat einen entsprechenden Grundsatzbeschluss gefasst und ist aufgrund des Vorentwurfes von 7,78 Millionen Euro ausgegangen. Nicht eingerechnet sind hier die Kosten für die Auslagerung von Klassenräumen durch eine Containerlösung während der Bauphase. Bewilligt wurden Zuschüsse in Höhe von 4.037.000 Euro.
Ziel der Sanierung ist die Schaffung einer Verbundschule mit einem zentralen Eingang und einer Brücke als Verbindung zu den einzelnen Gebäuden, die barrierefrei erreicht werden können. Nach der Entwurfsplanung erhöhten sich die aktualisierten Kosten auch aufgrund neuer Brandschutzbestimmungen auf über zehn Millionen Euro. In gemeinsamer Arbeit zwischen Architektin Verena Burchert vom Büro Weindel, der Schulleitung und dem Schulausschuss der Gemeinde Ubstadt-Weiher wurden Einsparmöglichkeiten gesucht, ohne die Qualität und den Anspruch an das Schulzentrum zu schmälern.
„Wir haben uns keine Denkverbote auferlegt und alles auf den Prüfstand gestellt“, sagte Bürgermeister Tony Löffler. Das Ergebnis stellte Architektin Verena Burchert am Dienstagabend überzeugend und mit spürbarer Leidenschaft dem Gemeinderat vor und begründete die Streichliste. „Wir wollen den beiden über 40 und 50 Jahre alten Schulgebäuden Frische und Freundlichkeit einhauchen“, fasste die Planerin zusammen. Aber auch eine hohe Funktionalität mit gut ausgestatteten Fachräumen ist vorgesehen.
Zur Finanzierung der Mehrkosten in Höhe von 2.050.000 Euro bot Bürgermeister Löffler dem Gemeinderat zwei Alternativen an, wobei er aufgrund von erwarteten Kostensteigerungen und unvorhersehbaren Überraschungen von einer Nachfinanzierung in Höhe von 2,5 Millionen ausgeht. Die Mitglieder des Gemeinderats von Ubstadt-Weiher entschieden sich gegen Einsparungen durch Verzicht der in der mittelfristigen Finanzplanung vorgesehenen Projekte wie die Sanierung der Ortsmitte in Weiher, des Fachwerkhauses in Zeutern oder Investitionen in den Hochwasserschutz. Stattdessen werden eine Million aus den Rücklagen entnommen, 500.000 Euro in den Haushalt 2023 eingebracht und eine Million über einen Kredit finanziert. Die Entscheidung – auch zur vorgeschriebenen europaweiten Ausschreibung - ist einstimmig ausgefallen.