Rollender Verkaufsstand des Weltladens in Zeutern

Ein rollender Verkaufsstand des Zeuterner Weltladens bereichert ab kommenden Freitag, 10. September 2021 das Angebot auf dem Markt vor der Metzgerei Dutzi in Zeutern. Bei gutem Wetter kann dort von 9 - 11.30 Uhr allerlei fürs Wochenende erworben werden. Elf ehrenamtliche Mitarbeiterinnen engagieren sich beim Weltladen im „Alten Rathaus“ in Zeutern. Mit dem Verkaufsstand möchten sie ihr vielfältiges Angebot an Waren des täglichen Bedarfs, wie Tee, Kaffee, Reis, Linsen, Säfte oder verschiedene Schokoladen - vieles davon in Bio- Qualität – einem größeren Kundenkreis näher bringen. Mit dem Verkauf von fair gehandelten Produkten können die Bauern bzw. Hersteller so bezahlt werden, dass sie von ihrer Arbeit leben können.

Der Gewinn aus dem Verkauf fließt vor allem in Kinderprojekte in der Partnergemeinde Chupaca in Peru. So erhalten die Kinder dort Schulmaterialien, Essenspakete, oder auch Winterschuhe - alles, was gerade gebraucht wird. Auch für die so dringend gebrauchte Sauerstoffanlage konnten über 2500 Euro gespendet werden.
Für Erich Dreher war es keine Frage, dass er das Projekt unterstützen wird. In liebevoller Kleinarbeit hat er aus einem alten Leiterwagen einen mobilen Marktstand gezimmert. Das Holz dazu lieferte sein Nachbar Walter Seithel. Der mit fairen Produkten bestücke Wagen wird jetzt freitags von 9 - 11.30 Uhr auf dem Markt vor der Metzgerei Dutzi stehen. Der Laden selbst bleibt weiterhin samstags von 9 bis 12 Uhr geöffnet.
Bürgermeister Tony Löffler ist begeistert von der Initiative und ließ sich bei einem Vororttermin die Not in der Partnergemeinde Chupaca schildern. Gerade in der Pandemie wurden die Kinder nicht beschult, weil die für das „Homeschooling“ notwendige Infrastruktur nicht vorhanden ist. „Es ist erschütternd zu hören, dass es einer ganzen Generation von Kindern dort nicht möglich ist, Bildung zu erlangen“, so der Bürgermeister. Die Mitarbeiterinnen sind der Gemeinde sehr dankbar für die kostenlose Überlassung des Weltladen-Raums im „Alten Rathaus“ und hoffen, bald mehr fair gehandelte Waren verkaufen zu können.