Robinienfällung an der Altackerhohle

Im unteren Bereich der Altackerhohle in Zeutern stehen in den kommenden Tagen umfangreiche Gehölzarbeiten an. Im Auftrag der Gemeinde und in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) beim Landratsamt Karlsruhe werden an Wegeböschungen „Akazien“ gefällt.

Die Zeuterner „Akazien“ sind eigentlich keine Akazien sondern Robinien, und diese Baumart stellt in manchen Bereichen ein Problem dar: Robinien breiten sich durch Wurzelbrut aus und dringen in Freiflächen ein, in denen sie nicht unbedingt erwünscht sind. An Böschungen können sie außerdem durch Wurzeldruck Lößabbrüche verursachen oder durch Windbruch für Beeinträchtigungen der Wege sorgen. Deshalb unterliegen Robinienbestände in den Hohlwegen einer ständigen Beobachtung und werden bei Bedarf vereinzelt oder auf Stock gesetzt. Die Baumentnahme an der Altackerhohle erfolgt also auch aus Gründen der Verkehrssicherheit an den angrenzenden Wirtschaftswegen.
Abseits von Böschungen und wo es die Verkehrssicherheit zulässt werden Robinien übrigens besser nicht umgesägt, sondern gezielt „geringelt“. Dabei werden wasserführende Leitungsbahnen unterhalb der Borke unterbrochen und der Baum damit absichtlich stark geschwächt, mit dem Ziel eine Ausbreitung über Wurzelausläufer zu vermeiden. Das hat den Vorteil, dass sich trotz der Dominanz der Robinien andere Gehölzarten oder – je nach Nachpflege – auch blütenreiche Säume oder Freiflächen neben oder in den Beständen entwickeln können.
Da die Hohlwege in Ubstadt-Weiher als Naturdenkmale und ihre Gehölzbestände als Biotope naturschutzrechtlich geschützt sind, sind Landschaftspflegemaßnahmen in diesen Bereichen grundsätzlich mit der Unteren Naturschutzbehörde abzustimmen. So gibt es für die Hohlwege in Ubstadt-Weiher abgestimmte Ziel- und Maßnahmenbeschreibungen, anhand derer im Auftrag der Gemeinde laufend Landschaftspflegemaßnahme durchgeführt werden. Die Arbeiten werden sowohl durch beauftragte Landschaftspflegefirmen oder Landwirte, als auch durch die Mitarbeiter des Bauhofs durchgeführt. Dabei kann es – insbesondere wenn Bäume gefällt werden - zu Behinderungen in den Hohlwegen oder an angrenzenden Wegen kommen. Für manche Arbeiten müssen Wege zeitweise Wege gesperrt werden, da sonst Gefahr für Leib und Leben besteht – sowohl für Passanten als auch für die beauftragten Arbeiter. Deshalb bittet die Gemeindeverwaltung um dringende Beachtung von Sperrungen und um Verständnis für evtl. Beeinträchtigungen!