Polizei legt Kriminalitäts- und Unfallbilanz vor

Spezialeinheit kontrolliert LKW-Durchfahrtsverbot entlang der B3

In einer Gesamtrückschau auf das Jahr 2019 gab der Leiter des Polizeireviers Bad Schönborn, Gerd Volland in der jüngsten Gemeinderatssitzung einen Überblick über die Kriminalitäts- und Verkehrsunfallsituation in Ubstadt-Weiher.

Demnach liegt die Zahl der bekannt gewordenen Kriminalfälle, die sogenannte „Fallzahl“ mit 445 leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Die statistische Häufigkeitszahl weißt Ubstadt-Weiher einen vorderen zehnten Platz unter allen Landkreiskommunen zu. Im Detail wurden 2019 acht Wohnungseinbrüche, 137 Vermögens- und Fälschungsdelikte, 120 Diebstähle, 45 Roheitsdelikte und 53 Verstöße gegen das Betäubunsmittelgesetz verzeichnet. „Sie wohnen in einer sehr sicheren Gemeinde“, fasste der Revierleiter die Gesamtsituaion zusammen.
Eine weitere Verbesserung der guten Aufklärungsquote von derzeit 57,8% verspricht sich die Polizei indess durch den Einzug in den noch im Bau befindlichen neuen Polizeiposten auf dem ehemaligen Salzbadgelände.
Die Zahl der Verkehrsunfälle stieg im vergangenen Jahr um 31, auf insgesamt 277 Unfälle im Ruhenden und fließenden Verkehr. Fünf Menschen wurden bei diesen Unfällen schwer verletzt, 46 Menschen leicht. Die Unfallhäufungspunkte wie beispielsweise der Kreisverkehr an der Kreisstraße K3575 oder der Supermarktplarkplatz in Weiher blieben dabei unverändert. Die Schulwege seinen nach wie vor als sicher zu bewerten, so Revierleiter Volland.
Mit einem Hinweis auf die besonderen Herausforderungen bei der Überwachung des Streckenverbotes für den Schwerlastverkehr entlang der B3 zwischen Ubstadt und Stettfeld, zeigte Volland das Ergebnis der letzten Kontrollen auf. So haben die speziell geschulten Beamte der Verkehrspolizei in den vergangenen Monaten an drei Tagen eine Kontrollstelle in Ubstadt-Weiher eingerichtet, jedoch aber entgegen den Erwartungen nur wenige „Mautpreller“ erwischt. Überwiegend waren Verstöße beispielsweise auf das nichteinhalten von Lenk- und Ruhezeiten oder technischer Mängel an den Fahrzeugen zurück zu führen. Die Polizei wird trotz der „mageren“ Ergebnisse weiterhin intermittierend den Schwerlastverkehr überachen, zumal dies auch explizit aus den Reihen des Gemeinderates erbeten wurde.