Parkplätze ja, Minikreisel nein

Ortsentwicklungskonzept macht Bushaltestellen barrierefrei - Mehr Fußgängerüberwege im Gespräch

Foto: Armin Herberger

Für das Entwicklungskonzept der Hauptstraße im Ortsteil Weiher hat der Ubstadt-Weiherer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung weitere Beschlüsse gefasst. 

So soll für die 16 Parkplätze, die nach Abriss der ehemaligen Bäckerei neben der Mehrzweckhalle entstehen sollen, ein ELR-Förderantrag (Entwicklung Ländlicher Raum) gestellt werden. Die geschätzten Gesamtkosten von rund 325.000 Euro könnten zu knapp einem Drittel gefördert werden. Mit einem Bescheid wird im Frühjahr 2022 gerechnet, erst dann soll die Baumaßnahme umgesetzt werden.
Nicht weiter zur Diskussion steht ein Minikreisel zwischen Hauptstraße, Schulstraße und Kirchplatz. Das Gremium folgt damit dem Ergebnis der Bürgerbeteiligung.
Eine Verkehrsberuhigung steht aber dennoch in Aussicht: Durch eine Lockerung der Gesetzeslage ist es im Rahmen des Lärmaktionsplans leichter geworden, Tempo 30 generell umzusetzen und auch neue Fußgängerüberwege zu errichten. Wo diese genau angelegt werden, wird mit Rücksicht auf die barrierefreien Bushaltestellen erarbeitet, da sie wegen der hohen Bordsteinkante gerade dort nicht verlaufen können. Während die Haltestelle vor der Mehrzweckhalle bestehen bleiben soll, wird das Pendant gegenüber in Richtung Kirchplatz verlegt werden. Es ist zu prüfen, ob deshalb eine zusätzliche Behelfshaltestelle notwendig wird, da ein Teil der Linienbusse die Route über die Schulstraße einschlägt.
Laut Personenbeförderungsgesetz soll der barrierefreie Ausbau von Bushaltestellen eigentlich bis 2022 umgesetzt sein. Dass die Gemeinde Ubstadt-Weiher nichts überstürzt hat, scheint sich jetzt wenigstens finanziell zu lohnen: Die Gemeinde hat inzwischen beim Regierungspräsidium die Aufnahme in das Zuschussprogramm des GVFG (Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz) erwirkt, womit Haltestellen in zwei Tranchen gefördert werden können.
Auf den Vorschlag aus den Reihen des Gemeinderats, ob man die Überdachung nicht nur als Regenschutz einsetzen, sondern auch als Sonnenschutz mit einer Begrünung ausstatten könnte, zeigte sich Bürgermeister Tony Löffler (CDU) nicht abgeneigt und brachte zudem eine Installation von Solarzellen ins Gespräch.
(Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der BNN, Armin Herberger)