Schulthemen auf der Tagesordnung des Gemeinderats

Verwaltungsbereich wird erweitert

Mit Schulthemen hatte sich das Ratsgremium in Ubstadt-Weiher bei seiner letzten Sitzung zu beschäftigen. Im Moment läuft am Alfred-Delp-Schulzentrum eine umfangreiche Sanierung; mit rund 10,68 Mio. Euro ist die Baumaßnahme kalkuliert. Eine zweistöckige Brücke wird die beiden Schulgebäude künftig verbinden, u. a. werden Verwaltungs- und Lehrerbereich umgebaut, Fachräume saniert, Wasserleitungen und Sanitärräume ausgetauscht, moderne LAN und WLAN-Anschlüsse gelegt. 
 

Die Planung selbst stammt bereits aus dem Jahr 2017 und musste immer wieder leicht angepasst werden. So stand auch jetzt im Gemeinderat die Entscheidung zu einer weiteren grundsätzlichen Änderung der Planung an. Die Schule erhält in Kürze zwei Fachabteilungsleiterstellen, die neben pädagogischen Aufgaben auch Verwaltungstätigkeiten und administrative Tätigkeiten erledigen. Jetzt stellte sich die Frage, wo man diese beiden Personen unterbringen kann. Im bisherigen Verwaltungs- und Lehrerbereich war „keine Luft“ für die Schaffung von zusätzlichen Räumen. Deshalb stimmte der Gemeinderat jetzt zu, durch den Verzicht auf ein Klassenzimmer den Verwaltungsbereich zu erweitern. Rund 100.000 Euro kostet diese Maßnahme. Ursprünglich hatte man 40 Klassenräume nach Abschluss der Sanierung geplant, jetzt stehen neben den Fachräumen noch 39 Klassenzimmer zur Verfügung, was dem aktuellen Stand der Klassen entspricht. Wie sich die Zahl der Klassen in der Zukunft entwickelt, so Bürgermeister Löffler, könne niemand vorhersehen, denn auch die Schullandschaft ändere sich. Dies zeigte sich in einem weiteren Tagesordnungspunkt, über den der Gemeinderat zu befinden hatte. In Karldorf-Neuthard soll eine Realschule entstehen. Hierzu musste sich auch die Gemeinde Ubstadt-Weiher positionieren. Bürgermeister Löffler vertrat die Meinung, dass sich durch die neue Schule in Karlsdorf-Neuthard möglicherweise die Schülerzahl am Alfred-Delp-Schulzentrum reduzieren könne. Derzeit besuchen 26 Schülerinnen und Schüler aus Karlsdorf-Neuthard die hiesige Schule in Ubstadt. Die mögliche Auswirkung sei jedoch nicht so bedeutsam, dass man das Einvernehmen versagen solle. Man wolle Karlsdorf-Neuthard nicht die Möglichkeit nehmen, eine Realschule zu gründen. Dieser Meinung schloss sich das Gremium einstimmig an.