Viertägiger Besuch aus der Partnergemeinde Montbard

28. Geburtstag der deutsch-französischen Partnerschaft gefeiert

Groß war die Wiedersehensfreude, als der Bus mit 28 Franzosen im Kelterhaus in Ubstadt eintraf. Küsschen links, Küsschen rechts, „Comment ça va?“, das ist das Begrüßungsritual. Drinnen wartete ein üppiges Kuchenbuffet auf die Gäste. Der Abend wurde in den Gastfamilien verbracht und die neusten Neuigkeiten ausgetauscht.

Der Ausflug tags darauf führte nach Mannheim - zunächst zum Technoseum, wo auf sechs Stockwerken anschaulich die Geschichte der Industrialisierung der letzten 300 Jahre dargestellt wird. Interessantes zur Stadtgeschichte Mannheims erfuhren die Teilnehmer bei einer Führung am Nachmittag. In deutscher und französischer Sprache erklärte die Stadtführerin die Entwicklung vom Fischerdorf bis hin zur heutigen Metropolregion Rhein-Neckar.
Am Abend lud der Partnerschaftsverein Francopain die Gäste, Gastgeber, Vereinsmitglieder und Freunde der deutsch-französischen Partnerschaft zum Barbecue ins Kelterhaus ein. Ein Salatbuffet, das keine Wünsche offenließ, steuerten die Gäste des Abends bei und Reiner Schwindl verblüffte so Manchen mit seinen Tischzaubereien.
Der Samstag diente zum Kennenlernen der Gemeinde. Bürgermeister Tony Löffler führte die Gäste zunächst zum Schulzentrum, dann zur Ölmühle Bender, wo Uwe und Tanja Bender die Gruppe durch ihre Räumlichkeiten führten und Proben verschiedener Brotaufstriche, Öle und Presskuchen verkosten ließ.
Im Römermuseum führte Manfred Berberich in die Geschichte des römischen Stettfeld ein. Interessantes über die neugotische Marcelluskirche hatte Konrad Kröll parat, bevor zum Abschluss in Zeutern ein Spaziergang von der Alten St. Martinskirche zum Firstständerhaus führte.
Der offizielle Abend zur Feier des 28. Geburtstags der Partnerschaft fand in der Stettfelder Halle statt. Nach der feierlichen Eröffnung mit den Nationalhymnen beider Länder begrüßte Bürgermeister Tony Löffler die Gäste. „Seit 28 Jahren, sind unsere beiden Gemeinden einander zugetan, zwischen vielen Vereinen, Gruppierungen und Menschen haben sich freundschaftliche Bande entwickelt.“ Mit der Mahnung, dass Europa sich mehr denn je einigen muss, appellierte Löffler an den Zusammenhalt Europas. Laurence Porte, Bürgermeisterin von Montbard, griff ebenfalls diese Thema auf und dankte Tony Löffler für seine freundschaftlichen Worte nach dem Brand in der Kathedrale von Notre-Dame. Sie schloss mit den Worten „Wir bauen lieber Brücken als Mauern, und genau das leistet die Partnerschaft durch ihre Aktivitäten.“ Mit einer Metapher aus dem Museumsbesuch in Mannheim begann die Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Francopain, Sylvia Müller-Wolff, ihre Rede. „Unsere Partnerschaft ist vergleichbar mit zwei Zahnrädern, die Freundschaft ist perfekt aufeinander abgestimmt.“ Die Vorsitzende des französischen Komitees, Isabelle Haezaert, appellierte, ein europäisches Bewusstsein über die Grenzen hinaus zu schaffen. Nach einer Stärkung am Buffet und bei musikalischer Unterhaltung mit dem Trio Bella Musica“ wurde noch kräftig das Tanzbein geschwungen.
Zum Abschied am Sonntagmorgen traf man sich beim Tennsicenter Gärtner. Der Besuch der dortigen Ausstellung mit Aquarellen von Lothar Gärtner, die Motive von Montbard und Umgebung darstellten, sowie der farbenfrohen Acrylbilder von Christian Wolff bildeten den Schlusspunkt des Partnerschaftsbesuchs. Nach vier Tagen mussten sich die Gäste schweren Herzens verabschieden, doch ein Trost: für einige wird das nächste Wiedersehen schon beim Stettfelder Straßenfest im Juli sein.