Vom Storchennachwuchs in den Silzenwiesen!

4 Jungstörche profitieren vom gedeckten Tisch der Silzenwiesen bei Ubstadt

Vier Jungstörche wachsen derzeit in den Silzenwiesen auf, und ihr Tisch ist reichgedeckt: Auf der frisch gemähten Wiese unter dem luftigen Storchenhorst finden ihre Eltern reichlich Futter: Mäuse, Würmer und die ein oder andere Kröte wandern in den Kropf der Altvögel, um an den hungrigen Nachwuchs verfüttert zu werden.

Fritz Meier ist zufrieden: „Das Passt: Eine Storchenfamilie kann in den Silzenwiesen gut satt werden, ohne die Beutetiere zu sehr zu dezimieren.“ Meier muss es wissen: Er kennt den Storchenbestand im Landkreis Karlsruhe wie kaum ein anderer, denn er beringt im Auftrag des Regierungspräsidiums die Jungstörche. Anhand der Nummer auf ihrem Ring können die Störche künftig jederzeit wiedererkannt werden. Aus der Beobachtung lassen sich wichtige Rückschlüsse auf die Verhaltensbiologie und erforderliche Schutzmaßnahmen ziehen.
Zum Schutz von Störchen und anderen Großvögeln wurden beispielsweise in den vergangenen Jahren sukzessive die Strommasten der Energieversorger und der Bahnbetriebe so umgerüstet, dass für Vögel die Gefahr von Tod durch Stromschlag weitgehend gebannt ist. Und trotzdem wurden 2019 zwei tote Störche an der Bahnstrecke in Ubstadt gefunden. Auch darum kümmert sich Fritz Meier: Im Gespräch mit Verantwortlichen der DB wird die Ursache erforscht und wenn möglich Abhilfe geschaffen.
Ansonsten gelten die Silzenwiesen als nahezu perfekter Lebensraum für den Weißstorch. Über den weitläufigen Wiesen mit angrenzenden Weidengebüschen, Seggen- und Schilfbeständen können sich die Störche weitgehend ungestört der Aufzucht ihrer Jungen widmen.
An dieser Stelle sei allen Bürgerinnen und Bürgern gedankt, die durch rücksichtsvolles Verhalten in den Wiesen während der Brutzeit zum Erhalt einer vielfältigen Vogelwelt beitragen!