Jugendliche melden sich zu Wort - Zweites Jugendforum in Ubstadt-Weiher

Alle Jugendlichen zwischen 13 und 18 Jahren aus Ubstadt-Weiher oder die in Ubstadt-Weiher zur Schule gehen, waren eingeladen, im Rahmen eines Jugendforums im Jugend- und Familienzentrum ihre Ideen, Anregungen und Wünsche zur Gestaltung von Ubstadt-Weiher einzubringen. Die Jugendsozialarbeiterin Felica Mannek hatte im Vorfeld in den Schulen und über die digitalen Medien kräftig für das Jugendforum geworben.

Beim mittlerweile zweiten Jugendforum in Ubstadt-Weiher konnte Bürgermeister Tony Löffler zwischen 15 und 20 Jugendliche sowie drei interessierte Gemeinderätinnen und die Sozialarbeiter der Gemeinde begrüßen. „Eure Meinung interessiert uns“, so Bürgermeister Löffler. Felica Mannek, die den Nachmittag, unterstützt von den Schulsozialarbeitern Patrick Machauer und Melanie Daubmann, moderierte, hatte zum Jugendforum auch die Jugendbeteiligungsgruppen eingeladen, die sich beim ersten Jugendforum vor zwei Jahren gegründet hatten. Da gab es eine Gruppe, die sich um Belange der Schule kümmerte, eine Gruppe, die sich mit Freizeitaktivitäten beschäftigte und auch eine Gruppe, die sich neben der Planung einer Party auch mit Umweltprojekten wie „Urban Gardening“ und Bau von Insektenhotels beschäftigte. Eine der Sprecherinnen dieser Gruppe, Hannah Volkenand, ermutigte die Jugendlichen: „Sagt eure Meinung, arbeitet mit, ihr könnt viel erreichen, wenn ihr euch einbringt.“ Dann waren die jungen Leute an der Reihe. Bürgermeister Löffler, die Mitglieder des Gemeinderats und die Sozialarbeiter zeigten sich beeindruckt, wie sich die jungen Menschen vorbereitet hatten und wie couragiert sie ihre Ideen vortrugen. Viele hatten sich vorher noch im Freundeskreis oder auch in der Schulklasse informiert, was denn so anliegt. Alle Beiträge wurden auf Flip-Charts gesammelt und später in Kategorien geordnet. Vielfältig waren die Wünsche der jungen Leute. So war ein Hauptthema das Schulzentrum. Hier gab es umfangreiche Wünsche und Anregungen zur Ausstattung, wie beispielsweise Sitzgelegenheiten im Außenbereich und ein Pausenraum für ältere Schüler. Viele Wünsche betrafen auch den Freizeitbereich. So wurden Rutschen für die Badeinseln am Hardtsee gewünscht, E-Scooter und auch ein Internet-Café. Weiter beschäftigten sich die jungen Menschen viel mit dem öffentlichen Personennahverkehr und hatten dort viele Anregungen zu den Schulbusverbindungen, setzten sich auch gleichzeitig für einen sicheren Schulweg ein, aber auch für einen besseren Bodenbelag in der Skaterbahn. In drei Arbeitsgruppen - Schule, Freizeit sowie ÖPNV/Infrastruktur - werden unter Patenschaft der Sozialarbeiter und der Gemeinderätinnen die vorgebrachten Themen jetzt weiter bearbeitet. Innerhalb der Projektgruppen wird dann entschieden, welche Ideen weiter verfolgt werden sollen und können. Diese Projekte werden dann der Verwaltung und ggf. auch dem Gemeinderat vorgestellt. Ein neues Jugendforum soll dann wieder in circa zwei Jahren gestartet werden.