Grundstückseigentümer aufgepasst: Hochwassergefahrenkarte kann Auswirkungen auf die Gebäudeversicherung und eventuell auf die Hausratversicherung haben

Mit seinem Vorstoß im Umweltministerium konnte Bürgermeister Tony Löffler erreichen, dass das Land Baden-Württemberg Zusatzinformationen an die Versicherungswirtschaft geliefert hat, anhand derer erkennbar ist, dass es sich bei Kraichbach und Kriegbach um eingedeichte Gewässer handelt, von denen nur dann ein Hochwasserrisiko ausgeht, wenn der Deich brechen würde.

Dies käme einem Katastrophenfall gleich und entspricht nicht der Situation bei einem üblichen 100-jährlichen Hochwasser. Insofern sind die Hochwassergefahrenkarten von den Versicherungen in vielen Fällen missverständlich interpretiert worden und wird künftig eine bessere Klarheit existieren zum Vorteil unserer Einwohnerschaft. Die präziseren Informationen ermöglichen den Versicherern eine gerechtere Einstufung überflutungsgefährdeter Objekte. Es wird deshalb allen Hauseigentümern angeraten, in ihren Versicherungsunterlagen nachzuprüfen, in welcher „ZÜRS-Zone“ (Zonierungssystem Überschwemmung, Rückstau, Starkregen) ihr Objekt bei der Elementarschadensversicherung (betrifft die Gebäude- und eventuell auch die Hausratsversicherung) eingestuft ist und sich mit diesem Sachverhalt an die Versicherung zu wenden, wenn ein zusätzliches Schadensrisiko aufgrund der Auswirkungen der Hochwassergefahrenkarte zugrunde gelegt wurde. Dies ist dann anzunehmen, wenn die Einstufung in eine Zone größer 2 erfolgt ist.