Gemeinde wird Eigentümerin der Pauluskapelle

Idyllisch liegt die sog. Pauluskapelle am Waldrand von Ubstadt. Sie soll weiterhin ein Ort der Andacht bleiben, allerdings soll sie in das Eigentum der Gemeinde übergehen.

In Kürze wird die Gemeinde Eigentümerin der Pauluskapelle am Waldrand von Ubstadt. Im Jahr 2014 wurde die Kapelle, gestiftet von einem Privatmann aus Ubstadt, Herbert Ubl, fertiggestellt. Vor der Erbauung wurden die Eigentumsrechte und die Unterhaltung vertraglich geregelt. Zur Unterhaltung wurde ein Treuhandkonto im Wert von 50.000 Euro angespart.

Man hatte sich geeinigt, dass der Stifter die ersten fünf Jahre für den Unterhalt der Kapelle verantwortlich ist. Dann soll die Kapelle in das Eigentum der katholischen Kirchengemeinde übergehen. Dies wird in den nächsten Tagen erfolgen. Die Kirche, die sich bekanntermaßen jedoch von Immobilien trennen muss, hat der Gemeinde angeboten, ihr die Kapelle zu schenken. Mit der Annahme dieser Schenkung hatte sich jetzt der Gemeinderat auseinanderzusetzen. Bei einer Enthaltung, ansonsten einstimmig, stimmte das Gremium zu, die Schenkung anzunehmen. Die Kapelle soll weiterhin ein Ort der Andacht und der Ruhe sein.

Weitere Themen, mit denen sich das Gemeinderatsgremium zu beschäftigen hatte, war zum einen die Gehwegsanierung in der Ubstadter Straße. Dort wird derzeit die Wasserleitung erneuert. In diesem Zuge soll auch der Gehweg teilweise erneuert und von Asphalt- auf Pflasterbelag umgebaut werden. Der Gemeinderat genehmigte eine beschränkte Ausschreibung der Arbeiten.

Um den Verkehr bzw. die Reduzierung der Fahrgeschwindigkeit ging es in einem weiteren Punkt. Am Ortseingang in Weiher von Forst kommend, waren testweise sog. Leitschwellen an einer vorgelagerten Sperrfläche angebracht. Eine deutliche Geschwindigkeitsreduzierung durch diese Maßnahme konnte nachgewiesen werden, so dass jetzt das Provisorium durch einen dauerhaften Umbau der Sperrfläche ersetzt werden soll. Dieser dauerhafte Umbau hat den positiven Nebeneffekt, dass nach dem Umbau von der Verkehrsbehörde die Anordnung von Zebrastreifen an den vier Kreisverkehrsästen in Aussicht gestellt wurde. Früher war dies nicht möglich, da die Einfahrgeschwindigkeit in den Kreisel zu hoch war.

Der Gemeinderat beschäftigte sich außerdem erneut mit der Erschließung, der Zuwegung zur Park-and-Ride- und zur Bike-and-Ride-Anlage an Haltepunkt sowie der Erschließung des kleinen Neubaugebiets „Abrundung Lußhardtstraße“ Stettfeld. Schon im Dezember sollen die ersten Züge beim neuen Bahnhof Stettfeld-Weiher halten. Jetzt wurden die Verkehrswegebauarbeiten in Höhe von rund 732.000 Euro und Kanalbauarbeiten in Höhe von rund 93.000 Euro vergeben. Damit ist die Erschließung des neuen Haltepunkts und der Bau des Parkplatzes gesichert. Geplant ist jedoch noch der Bau von zusätzlichen Rampen, die die Gemeinde neben dem geplanten Aufzug und der Treppenanlage bauen möchte. Bevor man diese Maßnahme angeht, wollte man das Ausschreibungsergebnis abwarten. Dieses liegt zwar rund 14 % über der Kostenberechnung, mit den in Aussicht gestellten Zuschüssen aus dem Klimaschutzprogramm und aus dem Ausgleichstock könnten die Rampen jedoch gebaut werden. Eine Nachfinanzierung von rund 60.000 Euro wäre erforderlich. Der Gemeinderat stimmte dem zu.

Im weiteren Sitzungsverlauf ging es um ein privates Bauvorhaben sowie der Gewährung eines Trägerdarlehens für den Eigenbetrieb Hardtsee und die Annahme von Spenden. Alle drei Verwaltungsvorschläge wurden ohne Diskussion einstimmig angenommen.