Fair-Teilen ist in Ubstadt-Weiher sehr gefragt

Von links: Felica Mannek, Julia Meinel, Bürgermeister Tony Löffler, Manu Peters und Barbara Leichsenring vor dem Fair-Teiler-Schrank beim 2gether Jugend- und Familienzentrum in der Ubstadter Straße 42.

Seit Mitte Dezember steht ein sogenannter Fair-Teiler-Schrank am Jugendzentrum 2gether. In diesem Schrank findet man die verschiedensten Lebensmittel; Obst, Gemüse und Backwaren, wie zum Beispiel Brot, bilden den Hauptteil. Aber auch Trockenwaren, Konserven oder andere Lebensmittel wie Schokolade oder Gummibärchen finden ihren Weg in den Schrank. An manchen Tagen findet man auch Schnittblumen, die man mit nach Hause nehmen kann.

Die Lebensmittel sind noch brauchbare, „gerettete“ Lebensmittel, sie stammen oft von Supermärkten, Kantinen und regionalen Erzeugern. Die Initiative Food-Sharing hat Ende letzten Jahres nach möglichen Aufstellplätzen für sog. Fair-Teiler gefragt und stieß bei der Gemeindeverwaltung sofort auf offene Ohren. Ein zentraler Standort wurde beim Jugend- und Familienzentrum 2gether gefunden, als Übergangslösung ein ehemaliger Aktenschrank aufgestellt, aber jetzt ist der da: der endgültige Fair-Teiler, der wesentlich größer als der Aktenschrank ist. Bürgermeister Tony Löffler sowie Felica Mannek vom Jugend- und Familienzentrum trafen sich mit den drei Food-Sharing-Botschafterinnen des Bezirks Bruchsal, Julia Meinel, Manu Peters und Barbara Leichsenring, beim Fair-Teiler-Schrank. Bürgermeister Löffler zeigte sich begeistert über die Vielfalt der Lebensmittel und über die große Resonanz, die der Schrank erfährt. Bis zu viermal wöchentlich, manchmal sogar dreimal täglich wird der Schrank gefüllt, und es bleibe so gut wie nichts übrig, so Julia Meinel. Jeder darf dort die Lebensmittel kostenlos abholen, kann aber selbst auch dort noch gute Lebensmittel, die selbst nicht gebraucht werden, hineinstellen. Die Ehrenamtlichen der Initiative Food-Sharing, das sind im Bezirk rund 26 aktive „Lebensmittelretter“, kümmern sich darum, dass der Schrank immer gut gefüllt ist. Manu Peters stellt auch klar, dass Food-Sharing keine Konkurrenz zur Tafel sei. Lebensmittel, die an die Tafel geliefert werden, gehen nicht an Food-Sharing. Dies ist auch für alle Food-Saver einer der wichtigsten Grundsätze. In Ubstadt-Weiher ist man vom Konzept begeistert und denkt bereits einen Schritt weiter. Beim Jugend- und Familienzentrum soll noch ein Kühlschrank aufgestellt werden, ein weiterer Fair-Teiler-Schrank ist für die Ortsmitte in Zeutern geplant.