Das Ubstadt Weiherer Maibaum-Trio steht

Wetter hält Aufsteller in Atem

Das Wetter zu den diesjährigen drei Aufstellungen der traditionellen Maibäume in Weiher, Stettfeld und Zeutern könnte man mit der am Hardtsee zu sehenden Beflaggung der Rettungsschwimmer vergleichen.

Weiher musste in diesem Jahr ganz klar mit der Farbe Rot leben. Gerade als der mächtige Baum auf dem Kirchplatz aufgestellt werden sollte, öffnete der Himmel seine Schleusen und ergoss nicht nur jede Menge Regen auf die kleine Schar an Gästen, sondern auch jede Menge Hagel und dazu einen störrisch starken Wind. Wenige Minuten vor der geplanten Aufstellung zogen die Organisatoren die Reißleine und verschoben die Zeremonie auf einen späteren Zeitpunkt. Gefeiert wurde am Kirchplatz dennoch, wenn auch in sehr kleiner Runde. Die Weihermer Buwe spielten trotz Wind und Wetter fröhliche Musik und auch das eine oder andere Bier ging für die Hartgesottenen über den Tresen.

Die gelbe Fahne war in diesem Jahr passend für die Aufstellung des Maibaumes auf dem Marcellusplatz im Römerdorf Stettfeld. Zwar regnete es auch hier in Strömen, durch den ausbleibenden Wind gelang es der Freiwilligen Feuerwehr und der Firma Woll aber souverän das lange Holz in seiner Verankerung anzubringen. Um dem nasskalten Wetter etwas entgegenzusetzen zitierte der stellvertretende Vorsitzende des TSV Stettfeld Thomas Grupp in seiner kurzen Festrede ein buntes und lustiges Maigedicht, in dem er die Jugendlichen dazu aufforderte die Spielkonsolen links liegen zu lassen und das Wetter draußen zu genießen. Auch die Kleinsten in Stettfeld ließen sich von der nicht mehr enden wollenden Dusche von oben irritieren. So tanzten die Schüler der Grundschule einen fröhlichen Frühlingstanz, der Musikverein Stettfeld spielte unter der Leitung von Bernhard Zimmermann ein paar fröhliche Stücke und auch der Männerchor des Gesangvereins Frohsinn gab aus vollen Lungen sein Bestes. Im Anschluss an den offiziellen Teil war es an der katholischen Jugend Stettfeld die durchgefrorenen Besucher mit heißen Würsten und stärkenden Getränken auszustatten, um anschließend noch - Wetter hin oder her - lange gemeinsam auf dem Marcellusplatz zu sitzen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
 
Die leuchtend grüne Flagge konnte man einen Tag später im Weindorf Zeutern hissen. Hier präsentierte sich das Wetter von seiner allerschönsten Seite - Sonnenschein vom wolkenlosen Himmel und dazu angenehme Temperaturen, Stettfeld und Weiher konnten dabei nur neidisch werden. Nicht wenige Besucher der Veranstaltung staunten aber nicht schlecht, als sie vor Ort am Oberdorfplatz angekommen, den mächtigen Maibaum bereits den Kopf in den Himmel recken sahen. Diesen hatte die Freiwillige Feuerwehr bereits am Vortag aufgestellt, um ihrem engen Terminkalender und der Installation der Festzelte anlässlich des Maifeiertages am Himmelreich gerecht werden zu können. Gefeiert wurde in Zeutern dennoch ausgiebig. Professor Heinz Köbbing begrüßte die zahlreich anwesenden Menschen und dankte dem Elternbeirat der Grundschule für die tolle Bewirtung. Der Musikverein spielte ein buntes Medley an bekannten Kinderliedern, von der Biene Maja über den Pumuckl bis hin zu Pinocchio. Die Kinder der Grundschule kamen mit prächtigen Blumen- und Kräuter-Gestecken, sangen und tanzten in den langen goldenen Strahlen der Zeuterner Abendsonne.

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