„Für die Kleinen ist Schule 1 Lebensraum“

SMV des Alfred-Delp-Schulzentrums in Ubstadt bietet Programm für Kontakt und Beschäftigung

Diese Woche stehen für die  Schülerinnen und Schüler des Ubstadter Alfred-Delp-Schulzentrums (ADSZ) täglich Kaffeekränzchen auf dem „Stundenplan“. Mal mit den Vertrauenslehrerinnen und –lehrern, mal mit dem Schulsozialarbeiterteam. Diese Treffen finden im virtuellen Raum mit dem speziellen Konferenzsystem „BigBlueBotton“ auf der Lernplattform der Schule statt, sind interaktiv und stehen unter einem besonderen Thema.

So haben die Schulsozialarbeiter Melanie Daubmann und Patrick Machauer ein offenes Ohr für „Stress während oder durch Corona“, mit Vertrauenslehrerin Michaela Kuternig-Rieth können „Girls talken“ und mit ihrem Kollegen Christoph Hellmuth alle Schüler ihre Vorstellungen zu „ADSZ 2025“ austauschen. „Wenn die Schüler so lange zuhause sind, wollen wir etwas anbieten, um zu zeigen, dass auch über die Lernfächer hinaus Ansprechpartner da und erreichbar sind“, erklärt Melanie Daubmann die Initiative. Ein Team mit den Schülersprecherinnen, den die SMV (Schüler mit Verantwortung) unterstützenden Lehrerinnen und Lehrer sowie den Schulsozialarbeitern hat bereits vor Weihnachten Ideen und Anregungen aus den Klassen fünf bis sieben zusammengetragen und daraus ein wöchentlich wechselndes Nachmittagsprogramm zusammengestellt. Seit dem werden regelmäßig Film- und Spieleabende, Lese- und Bewegungsstunden sowie freitags ein „SINNvoller Wochenabschluss der Religionsfachschaft organisiert, zu denen sich die Schüler ganz einfach dazu gesellen oder sich auch in speziellen, geschützten Räumen treffen können. Der Zugang sollte so niederschwellig wie möglich sein und das klappe prima mit der Schulplattform. Vor allem für die Fünftklässler sei dies eine gute Möglichkeit, sich mit diesem für sie ja neuen digitalen Instrument zu befassen, meint Melanie Daubmann. „Die Schüler leiden unter 64 der momentanen Situation und freuen sich, wenn sie sich austauschen können“, weiß SMV-Lehrerin Nina Megerle, die beispielsweise mit den Schülern über Bücher plauscht und Lesestunden veranstaltet. Das Angebot richtet sich vor allem an die unteren Klassenstufen. Gerade für die Jüngeren sei die Bindung zum Lehrer wichtig, während die Neuntklässler sich selbst organisieren können und diese angebotene Infrastruktur nicht so brauchen, aber sie wissen, es ist jemand da, wenn etwas ist. „Für die Großen ist die Schule Arbeit, für die Kleinen Lebensraum“, ergänzt SMV-Lehrer Christoph Hellmuth. Dennoch sind die Schülersprecherinnen Aileen Koch (15) und Leonie Pflaum (14) der Meinung, „das Angebot ist auch für unser Alter gut“ und sind eifrig bei der Sache, ob beim Bodega-Yoga oder bei der von ihnen geleiteten Game-Night, wo unter anderem auch für ältere Schüler interessante, Spiele wie das kommunikative „Werwolf“ gespielt werden. Apropos Ältere – seit dieser Woche widmen sie sich jeden Tag digital eine Stunde lang den jüngeren Schülern, um sie bei den Hausaufgaben zu unterstützen. Insgesamt würden die Schüler „super mitmachen“ gerade beim Homescooling, obwohl die technische Ausstattung und vor 101 allem die Netzverfügbarkeit nicht immer so optimal seien, berichtet Nina Megerle. Das Freizeitangebot der SMV des ADSZ soll auf jeden Fall während der Dauer des Lockdowns bestehen bleiben und von Woche zu Woche organisiert werden, so Christoph Hellmuth. „Wenn wieder alles läuft und die Kinder wieder in ihre Vereine können, ist das dann nicht mehr notwendig“.

(Mit freundlicher Genehmigung der BNN)

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