Enge Zusammenarbeit bei Großübung in Stettfeld

Feuerwehr stellt sich einer komplexen Übungssituation

„Diese Gefahrenlage wäre ein absoluter Alptraum“, beschrieb Bürgermeister Tony Löffler seine Gefühle im Vorfeld der diesjährigen Großübung der Freiwilligen Feuerwehr Ubstadt-Weiher im Schul- und Mehrzweckhallenkomplex Stettfeld.

Mit Überlandhilfe aus Langenbrücken, Kronau und Bruchsal und unter Beteiligung der DRK Ortsvereine Stettfeld, Zeutern und Ubstadt startete die Großübung mit Sirenenalarm am späten Freitagabend. 30 Kinder und Jugendliche wurden als Komparsen eingesetzt und mussten im Rahmen der Übung aus den Gebäuden gerettet werden.
 
Kommandant und Übungsleiter Mario Dutzi, der die Einsatzleitung an den Zugführer der Abteilung Stettfeld Dr. Martin Reiter übergeben hatte, erklärte den zahlreichen Zuschauern das Szenario, das im Laufe des Abends ca. 100 Einsatzkräfte der Wehren und gut 40 Helfer des DRK der Ortsgruppen einbinden sollte.
Laut „Drehbuch“ kommt es im Keller der Halle bei Wartungsarbeiten zu einer Rauchentwicklung. Der Haumeister setzt einen Notruf ab und die zunächst eintreffende Abteilung Stettfeld findet einen bereits ausgedehnten Brand im Betriebsraum. Mehrere Handwerker werden vermisst. Der Rauch dringt in die Halle und später auch in die Grundschule vor, wo eine Klasse in der Folge im Klassenzimmer eingeschlossen ist. Auch Schüler, die am Schulsport teilnahmen, müssen ausfindig gemacht und gerettet werden.
 
So kämpften sich die Einsatzkräfte bei hohen Außentemperaturen unter schwerem Atemschutzgerät realitätsnah durch dichten Qualm. Zur Sicherstellung von genügend Atemschutzgeräten war der Abrollbehälter Atemschutz aus Bruchsal vor Ort. Da sich der Brand über die Lüftungsanlage ausgebreitet hatte, wurde zum Löschen auch die Drehleiter aus Langenbrücken eingesetzt. Selbst die in den Medien schwer gerügte Gaffermentalität fand in der Übung eine Darstellung, da ein abgelenkter Autofahrer nach Umfahren der Schranke mit der Nebenbahn kollidierte. Die eingeklemmte Person – ein Dummy - musste noch im Fahrzeug durch das DRK erstversorgt und von der Feuerwehr mit hydraulischem Rettungsgerät befreit werden.
 
Nach rund zwei Stunden war das Übungsszenario abgearbeitet. Bürgermeister Tony Löffler dankte bei einem anschließenden gemeinsamen Treffen im Schulhof allen Einsatzkräften für die gezeigte hohe Leistungsbereitschaft und Motivation, ebenso für die hervorragende Zusammenarbeit aller Organisationen und die umfassende Übungsleistung aller Beteiligten.

(created on 05. July 2018)