Der Elferrat eröffnet die Faschingssaison

Es ist ein jährlich wiederkehrendes Ritual auf dem Vorplatz der historischen Kelter Ubstadt. Mitte November wird das triste Herbst-Grau von bunten Roben und Kostümen durchbrochen und die Klänge von bester Faschingsmusik fluten den Ubstädter Dorfkern.

Zu den schmissigen Sounds der Hardtseegugga marschiert dann der Elferrat ein und verkündet in Paarreimen den Beginn der fünften Jahreszeit. Unterstützt wurde Präsident Richard Niederbühl dabei neben seinen magenta-farbenen Mitstreitern, von den Elferrat-Tochterunternehmen „Piccolos“ und „Minigarde“. Den kleinen Tänzerinnen hätte man bei zwei Grad über Null am liebsten eine warme Decke umgelegt, denn der gratis verteilte Glühwein ist bekanntlicherweise nicht wirklich für Minderjährige geeignet. Nach besagtem Paarreim-Duell zwischen Elferrat und Bürgermeister Tony Löffler, stand dann die Enthüllung des Jahresordens auf dem Programm. Für die Saison 2016/2017 lautet das Motto „Clowns, Artisten, Popcorndurft – Der Esel schnuppert Zirkusluft“. Eine nähere Erläuterung dürfte nicht notwendig sein – kramen Sie aber für die Prunksitzung am 11. Februar schon jetzt die rote Gummi-Nase raus.

Bevor die Feier zum Kampagnenstart dann ins festlich dekorierte Innere des Kelterhauses verlegt wurde, ließen die Palomas es aber nochmal richtig krachen. Etwas wehmütig konnte es einem aber bei dem Evergreen „Am Aschermittwoch ist alles vorbei“ schon werden, denn tatsächlich ist die diesjährige Saison die Letzte für die beiden Entertainer. 1981 hatten Sie sich – damals noch zu fünft – als „Los Esalios“ gegründet und später in „Las Palomas“ umbenannt. Die letzten 35 Jahre sorgten Sie auf allen Festen des Elferrates für gute Laune, doch nun verabschieden sich Hubert und Horst in den verdienten Ruhestand. Man wird Sie in Ubstadt vermissen, soviel steht fest.

Bevor es für den Elferrat und die gesamte Ubstadt-Weiherer Faschingsszene wieder an die beliebten Leibesertüchtigungen „Dauerwinken“ und „Bonbonle-Schmeißen“ geht, steht nun erstmal die Winterpause auf dem Programm. Doch im Frühjahr müssen sie dann ran. Mit dem großen „Zug der Gaudi“, dieses Mal hoffentlich bei besserem Wetter, erreicht die Ubstädter Straßenfastnacht dann am 28. Februar ihren sehnlichst erwarteten Höhepunkt.
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