Umfangreiches Notstromkonzept

Sofortmaßnahmen im Feuerwehrhaus Weiher und Beteiligung an übergreifendem Hochwasserwarnsystem beschlossen

Über den Zeitraum eines ganzen Jahres hinweg hat sich die Gemeindeverwaltung intensiv mit den möglichen Folgen eines mehrtägigen Stromausfalles beschäftigt.

Gemündet sind diese Überlegungen jetzt in einen Grundsatzbeschluss des Gemeinderates mit der Zielvorgabe, bei einem Versagen der öffentlichen Stromversorgung die Funktion aller relevanten kommunalen Gebäude und Anlagen zu gewährleisten.
Das Leben baut sich in nahezu allen Bereichen auf eine funktionierende Stromversorgung auf, ein langanhaltender Stromausfall würde möglicherweise verherende Folgen nach sich ziehen. Bund und Länder legen den Kommunen deshalb zunehmend nahe, in eigener Regie auch für solche Schreckensszenarien im Rahmen des Bevölkerungsschutzes vorzusorgen. Vor diesem Hintergrund wurden alle öffentlichen Gebäude nach einer festgelegten Matrix im Detail untersucht und ein 60-seitiges Notstromkonzept erstellt. Die hieraus erwachsenen Handlungsempfehlungen hat der Gemeinderat nun in eine Prioritätenliste zusammengefasst. Unstrittig, so Bürgermeister Tony Löffler, sei, dass für das Feuerwehrhaus Weiher noch in diesem Jahr ein leistungsfähiger Stromerzeuger beschafft wird. Dem Objekt kommt eine wichtige Regiefunktion als Sitz der örtlichen Feuerwehrabteilung, des Roten Kreuzes und vor allem auch als Bürgeranlaufstelle. Für die drei weiteren Feurwehrhäuser in Ubstadt-Weiher bestehen bereits vorläufige Notstromlösungen, mit denen zumindest ein Grundbetrieb sichergestellt werden kann.
Auf der Umsetzungsliste für die kommenden Jahre stehen nun als Kernpunkte der Ausbau des kommunalen Funksprechnetzes, die Herstellung einer ortsfesten Notstromversorgung für das Rathaus und das Feuerwehrhaus in Weiher, der Ausbau der bereits bestehenden Treibstoffbevorratung, der Ausbau der Sport- und Kulturhalle für den Betrieb als zentrale Notunterkunft sowie die Nachrüstung zweier Abwasserhebewerke und die Beschaffung weiterer Notstromerzeuger für diverse Regieeinheiten. In einem weiteren Beschluss stimmte der Gemeinderat zu, gemeinsam mit dem Kraichbachoberliegerkommunen den Prüfauftrag für ein Hochwasserwarnsystem aufzubauen und willigte ein sich mit einem Obolus zu beteiligen.