Kleinkunst aus der großen Wundertüte

Mistcapala gastierte im Kelterhaus

Mit satirischen Texten und schrägen Instrumentenzusammenstellungen eroberten die Künstler des Herrenquartetts Mistcapala das Publikum.

Kaum wird noch das Glücklichsein beschwört – geht es blitzschnell hinein in den schwarzen Humor der Frau von Basedow, deren Hündchen Pepita auf einer Hundeschau einer stärkeren Rasse zum Opfer fällt „Pepita steckt in Huskys Rachen, da kann man leider nichts mehr machen“. Tierisch geht es zu bei der Schweizer Grenzkontrolle, die falsch verstandene „Bass“-Kontrolle führt zum Unmut des Zöllners, der daraufhin die Vorliebe des Quartetts für Dudelsäcke mit der illegalen Einfuhr von Tierkadavern gleichsetzt. Grenzwertig ist der Auftritt der Unlustknaben mit Dandy in Lack und Leder, makaber endet die Jobvermittlung von Goofy, der Zuckerwatte an die Kinder in einem Vergnügungspark verteilt – „falle niemals aus der Rolle, keep the magic just alive“. Wer noch nie etwas vom Wurzelmännchen Goggolore, der bayrischen Sagenfigur vom Ammersee, gehört hat, bekommt anhand eines Ölbildes und musikalischen Eigenkompositionen eine ironische Einführung in die existenziellen Fragen des Lebens, woher kommen wir und wohin gehen wir. Nachdem der Applaus nicht enden will, zeigen die Künstler mit Da,da,da,… charmant auf den Ausgang.